The Jesus Brothers

Unconditional love for the unloved.

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Urbane Landwirtschaft

Posted on July 16, 2017 at 11:00 AM

In Detroit haben arme Menschen die Sache selbst in die Hand genommen, als selbst die Supermärkte verschwanden. Anstatt sich immer nur passiv mit Lebensmitteln versorgen zu lassern, haben sie gelernt, wie urbane Landwirtschaft funktioniert und bauen nun auf freien Flächen ihr eigenes Obst und Gemüse an und halten Nutztiere.


Das wäre doch auch etwas für uns! Grünflächen haben wir genügend. Anstatt also unzählige arme Menschen nur mit Grundsicherung oder Tafeln zu versorgen und sie so in Abhängigkeit zu halten, könnten doch auch wir Projekte entwickeln, die ihnen ihre Würde zurück geben! So könnten sie ihre Lebensmittel selbst anbauen und der Natur würde es auch gut tun!

Langzeitarbeitslose

Posted on January 1, 2016 at 11:25 AM

Konzept für die Arbeit mit Langzeitarbeitslosen im Rahmen eines christlichen Vereins

 


1. Notwendigkeit

 

Trotz der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage hier in München gibt es immer noch viele Langzeitarbeitslose in dieser „Stadt mit Herz“. Trotz einiger guter Projekte und individueller Versuche, hier etwas zu verändern, gibt es kein strukturiertes Projekt, das langfristig und ergebnisorientiert in dieser Richtung arbeitet. Ziel- und planlose „Fortbildungsmaßnahmen“ oder eine Sozialarbeit, die sie nur in der Unselbständigkeit und Abhängigkeit belässt, helfen hier nicht weiter. Wir müssen die Dinge in die Hand nehmen und zeigen, dass auch diese Menschen noch etwas geben können sowie einen Anspruch auf eine erfüllende Arbeit haben.


 

 

 

2. Zielgruppe

 

Die Zielgruppe, mit der gearbeitet werden soll, ist alles andere als homogen. Es finden sich Menschen verschiedener Nationalitäten und Hintergründe. In der Regel sind es jedoch Menschen mit niedrigerem Ausbildungsstand als der Bundesdurchschnitt. Auch der Migranten-Anteil ist vergleichsweise höher. Die persönlichen Befindlichkeiten sind in der Regel abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und der Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Nicht behandelt werden können in diesem Projekt psychische Erkrankungen, insbesondere Suchtproblematiken. Vom Einzugsgebiet her ist im Grunde München mitsamt seinem Umland betroffen, wenngleich der U-Bahn-Bereich (also Innenstadt und angrenzende Stadtteile, besonders „Problemviertel“ wie Neuperlach) besonders im Fokus stehen dürften.


 

 

 

3. Problematik der Zielgruppe aus verschiedenen Perspektiven

 

a) Bildungsstand. Hier ist in der Regel Nachholbedarf gegeben. Oft mangelt es an notwendigen Deutschkenntnissen (selbst bei deutschen Staatsbürgern). Mängel gibt es auch hinsichtlich der Sozial-, Handlungs-, Methoden- und Fachkompetenz sowie bei grundlegenden Fachkenntnissen (Buchhaltung, EDV, Fremdsprachen, Zeitmanagement). Weiterhin fehlen teilweise Kenntnisse über eigene Rechte und Pflichten sowie Hilfsangebote.

 

b) Motivation. Mit der Dauer der Arbeitslosigkeit nimmt oft auch die Motivation ab, etwas an der eigenen Lage zu ändern. Die Menschen werden passiv und apathisch und ergeben sich ihrem „Schicksal“.

 

c) Psychische Verfassung. Ebenso steigt mit der Dauer der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Erkrankung (geschwächtes Selbstwert-Empfinden, Depression, Angststörung, Erkrankungen aus dem neurotischen Spektrum etc.).

 

d) Körperlicher Zustand. Menschen, die länger arbeitslos sind, sind im Durchschnitt in körperlich schlechterem Zustand als die arbeitende Bevölkerung (Erkrankungen in Folge eines ungesunden Lebensstils, nachlässiges Äußeres, geknickte Körperhaltung etc.) . Dies liegt teils an der finanziellen Situation, teils daran, dass sie sich gehen lassen und keine Hoffnung auf Veränderung mehr haben.

 

e) Soziales Umfeld. Hier gibt es erhebliche Unterschiede bezüglich des familiären Hintergrundes, des Vorhandenseins eines Freundeskreises oder der Fähigkeit, soziale Kontakte zu initiieren.

 

d) Sinnsuche. Mit anhaltender Arbeitslosigkeit geht oft auch die Frage nach dem Sinn des Lebens einher.

 

e) Soziale Situation. Problematik hier: Finanzielle Sorgen bis hin zur Überschuldung, Probleme im Mietverhältnis, Vereinsamung bis hin zur Verelendung, Überforderung hinsichtlich der Erwartungen von Behörden, im schlimmsten Fall auch völliges Aufgeben oder Abgleiten in die Obdachlosigkeit.

 

d) Ziele. Was genau soll beim Einzeln erreicht werden? Eingliederung in den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt? Qualifizierungsmaßnahme? Rehabilitation? Antrag auf Erwerbsminderungs-Rente?

 

e) Case Management. Welche soziale oder sonstige Organisationen oder Individuen können wie mithelfen? Welche Synergie-Effekte sind möglich?

 

f) Ressourcen. Welche Ressourcen sind vorhanden? Welche notwendig?

 

g) Potential. Was ist möglich? Was kann der Betreffende erreichen? Was ist hierfür nötig?

 

h) Situation. Was ist zuallererst nötig? Wie kann man es organisieren und wer tut das?

 

i) Planung. Wie sieht die weitere Planung aus? Was sind kurz-, mittel- und langfristige Ziele? Bis wann ist was zu erreichen und wer ist dafür verantwortlich? Wann wird das erste Mal überprüft?

 

j) Überprüfung. Zu welchen Zeitpunkten und mit welchen Maßstäben überprüft man die Zielerreichung? Welche Maßnahmen werden wann und von wem getroffen, wenn die Zielerreichung gefährdet ist?

 

k) Evaluation. Nach Abschluss: Was ist gut gelaufen? Was ist nicht so gut gelaufen und warum nicht? Was kann wer besser machen?

 

 

 


4. Zielsetzungen

 

a) Bildungsmaßnahmen. Welche staatliche Unterstützung gibt es für Bildungsmaßnahmen? Gibt es qualifizierte Menschen, die ehrenamtlich Unterricht geben? Sind Praktika möglich? Gibt es Lehrstellen oder Umschulungen? Welche Kenntnisse sind vorhanden und können vielleicht sogar innerhalb der Gruppe geteilt werden?

 

b) Gesunder Lebensstil. Gibt es Hauswirtschafterinnen, Ärzte, Psychologen, Heilpraktiker usw., die ehrenamtlich Seminare über einen gesunden Lebensstil geben? Welche kostenlose Angebote der Krankenkassen sind verfügbar? Sind regelmäßige Wanderungen oder gemeinsame Freizeitaktivitäten der ganzen Gruppe möglich?

 

c) Ehrenamtliche Tätigkeit. Solange noch keine Arbeit gefunden ist, soll angestrebt werden, den Betroffenen eine geeignete ehrenamtliche Beschäftigung zu vermitteln. So bleiben sie in einer täglichen Struktur, finden Sinn durch sinnstiftende Arbeit, machen vielleicht sogar erste Erfahrungen in einem neuen Beruf oder bei einem potentiellen Arbeitgeber und verrichten ihren Anteil an den Aufgaben in einer Gesellschaft.

 

d) Öffentlichkeitsarbeit. Aufbau einer Homepage, in der das Projekt sowie die Teilnehmer vorgestellt werden. Kontaktaufnahme zu potentiellen Arbeitgebern. Politisches Engagement und Information der Öffentlichkeit.

 

e) Rehabilitation. Welche Maßnahmen zur Wiederherstellung der körperlichen und/oder psychischen Gesundheit sind nötig, verfügbar und wie können wir sie organisieren? Hierzu gehört auch die Kontaktaufnahme mit den Trägern der Rehabilitation, den Ärzten, Psychotherapeuten etc., um eventuelle Maßnahmen mit unterstützen zu können.

 

f) Eingliederung. Unterstützende Maßnahmen auch nach Eingliederung in eine neue Tätigkeit, um eine Stabilisierung zu erreichen und bei Bedarf gegensteuern zu können oder Hilfestellung geben zu können.

 

g) Optimierung der persönlichen Situation. Ist vielleicht ein Umzug in ein Mehrgenerationen-Haus nötig oder möglich? Wie können soziale Kontakte gefördert und aufgebaut werden?

 

h) Aufbau von sinngebenden Angeboten. Kostenlose Seelsorge, spirituelle Auszeiten, Exerzitien, Angebot von sinnvollen und sinnstiftenden ehrenamtlichen Tätigkeiten, Bibelgruppen, Katechese, Berufungspastoral usw.

 

i) Aufbau und Stärkung der Resilienz.


 

 

 

5. Betreuungskonzept und Durchführung

 

a) Vorrang der Gruppenarbeit. Bei Bedarf (und nur dann!) Einzelgespräche.

 

b) Subsidiaritätsprinzip – Hilfe zur Selbsthilfe.

 

c) Verbindliche Zielvereinbarungen – mit Klienten und Mitarbeitern.

 

d) Aufbau eines Netzwerks von Hilfsangeboten, Organisationen, Einzelpersonen, Kirchen, Orden, Behörden, Medien und Politikern.

 

e) Verbindliche Fortbildung der Mitarbeiter.

 

d) Ideen-Management und Förderung von Innovation und Kreativität – sowohl hinsichtlich der Mitarbeiter als auch der Klienten.

 

e) Fundraising. Beschreiten von ungewöhnlichen, innovativen und neuen Wegen. Beantragung staatlicher oder sonstiger Mittel bzw. Unterstützung bei der Beantragung. Einladen der Presse, um Dokumentationen vor Ort zu machen.

 

f) Regelmäßige Informations-Veranstaltungen und gemeinsame Aktionen bzw. Ausflüge mit Mitarbeitern der Arbeitsagentur und der Sozialbürgerhäuser, Rechtsanwälten, Psychologen, Ärzten, Seelsorgern, Mitarbeitern von Bildungseinrichtungen, Firmenchefs usw.

 

g) Notfall-Pläne und Krisen-Management, sollten Probleme bei Klienten und/oder Mitarbeitern auftreten.

 

h) Supervision und Team-Besprechungen der Mitarbeiter.

 

i) Rückmeldungen von und bei in Arbeit vermittelten Klienten.

 

j) Evaluation der Arbeit im Team.

 

k) Gemeinsame Ausflüge des Teams mit und ohne Klienten.


 

 

 

6. Benötigtes Personal

 

Personalschlüssel: 1:200

 

Qualifikationen: Vier Sozialarbeiter, ein Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, eine Teilzeit-Reinigungskraft.


 

 

 

7. Unterstützung der Mitarbeiter

 

a) Supervision

 

b) gemeinsame Evaluation

 

c) gemeinsame Teambesprechungen

 

d) gemeinsame Ausflüge

 

e) gemeinsame Exerzitien

 

f) gemeinsames tägliches Gebet

 

g) gemeinsames Essen

 

h) gemeinsame Gottesdienste (auch mit den Klienten)

 

i) verbindliche Fortbildungsmaßnahmen


 

 

 

8. Mitwirkungen

 

a) Arbeitskreise mit den Ortskirchen

 

b) Arbeitskreise mit Behörden

 

c) Arbeitskreise mit anderen gemeinnützigen Organisationen

 

d) Arbeitskreise mit christlichen Seelsorgern und Therapeuten


 

 

 

München, den 01.01.2016


 

Robert Gollwitzer

 

Dantestr. 25

 

80637 München

 

www.robert-gollwitzer.com